Tontabbau

Unter dem Hirschberg lagern Braunkohlenflöze und Tonschichten. Die verschiedenen Tonsorten werden seit dem 12. Jahrhundert bis heute abgebaut. Der historische Tonabbau in Großalmerode (Nordhessen) besitzt eine über 500-jährige Tradition und machte die Kleinstadt als „Stadt des guten Tons“ weltbekannt. Bereits im Jahr 1503 wurden die dortigen Tertiärtone erstmals urkundlich erwähnt. Aufgrund ihrer extremen Hitzebeständigkeit bildeten sie das Fundament für eine florierende europäische Industrie.

Der Abbau fand über die Jahrhunderte sowohl im Tagebau als auch tief unter der Erde statt. Während anfänglich oberflächennahe Schichten abgetragen wurden, verlagerte sich die Gewinnung zunehmend in den Tiefbau

  • Schwere Handarbeit: Früher errichteten die Bergleute die Strecken in mühevoller Handarbeit tief im Berg. Der Ton wurde mit Hacken gelöst und über Schächte nach oben befördert.
  • Der Lengemannschacht: Ein Meilenstein des industriellen Abbaus war die Inbetriebnahme des Lengemannschachts im Jahr 1904. Er sicherte über Generationen hinweg die Versorgung der lokalen Werke.