Was ist an japanischer Keramik schön?

 

Herr Dr. Möller, der einige Jahre in Japan gelebt hat, verstand es in seinem Vortrag sehr gut, uns das Besondere der japanischen Keramik zu erklären. Zur Zeit  der Jäger und Sammler wurden die sehr schön verzierten Gefäße von Hand aufgebaut. Als man dann seßhaft wurde und auch schon Reis anbaute, fertigte man die Gefäße auf einer Drehscheibe und sie waren dann nur noch Gebrauchsgegenstände ohne großen Schmuck.

 

Die heutige Keramik wird geprägt von den Teeschalen, die für die traditionelle Zeremonie verwendet werden. Diese Schalen, die sehr teuer sind, erscheinen für einen Europäer als unvollkommen, wie 2. Wahl, doch darin liegt der eigentliche Sinn für einen Japaner in der Unvollkommenheit die Schönheit zu erkennen.

   

Diesen Sinn für die besondere Schönheit und das andere Stilempfinden wurden durch den Vortrag den Besuchern nähergebracht.

 

 Bericht:  Wolf Goebel

 Fotos: privat