Keramik aus eigener Hand

 

Glas- und Keramikmuseum ließ am Museumstag die Drehscheibe laufen

 

Die Drehscheibe läuft und läuft – genau so sollte es in einem Glas- und Keramikmuseum sein, findet die sechsjährige Malina. Beim Museumstag im Glas- und Keramikmuseum konnte man sich nicht nur alte Schüsseln und Töpfe ansehen, sondern auch selber töpfern. Durch Wasser und eine drehende Scheibe formten die eigenen Hände aus einem Tonklumpen eine Schüssel - genauso wie es der Keramiker Leonhard Scheurich vormachte, machten es die Hobbytöpfer im Glas- und Keramikmuseum in Großalmerode nach.

Frei nach dem Motto, man muss etwas bieten, töpferten die jüngeren Besucher am Sonntagnachmittag im Museumsgarten. Dies ist nur ein kleiner Vorgeschmack, denn man will ab Herbst wieder einen Töpferkurs für kleine und große Keramiker anbieten. Diese Nachricht freute auch die Besucherin Kathrin Roß. Sie nahm in der Vergangenheit bereits an zahlreichen dieser Kurse teil und lobte die Tipps und Tricks, die sie von ihrem Lehrer bekam. ,,Man bekommt ein richtiges Gefühl für den Ton", so Roß. Das ist auch das Ziel von Scheurich, der seit einigen Monaten LeonS Ceramic-Töpferei auf dem Werrahof in Ermschwerd betreibt. Er hat viele Ideen, in Großalmerode könne man vor allem den Ton auf eine völlig neue Art erfahren: ihn direkt aus dem Wald holen und dann verarbeiten. ,,So hat man etwas, was wirklich mit der Region verbunden ist", erklärte der erfahrene Keramiker. Dies ist bisher nur eine Idee, in den nächsten Wochen können sich noch Interessenten beim Museum melden. Besucher kamen aber nicht nur wegen des freien Eintritts, sondern vor allem wegen des Museums. Ehepaare mit ihren Kindern wollten sich einmal über die Glas- und Keramikgeschichte Großalmerodes informieren und waren begeistert von der vielschichtigen Ausstellung.

 

,Jedes Jahr versuchen wir unseren Besuchern etwas Neues zu bieten", so Ute Harder, Vorsitzende des betreiben den Geschichtsvereins. In diesem Jahr wird das Großalmeröder Porzellan gezeigt, am 13. Juni eröffnet die Sonderausstellung. Bisher konnte man innerhalb des Museums nur ein kleines Spektrum der Porzellanherstellung sehen.

 

                                                                                                                                                                                            

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Text aus HNA Werra-Meißner Kreis vom 20.Mai 2014; (zge)

Fotos privat