Museum ist sein Kind (Aus der HNA vom 18.05.2011)

GROSSALMERODE. Karl Krück ist heute nicht nur der einzig lebende Zeitzeuge der Gründungsversammlung des Geschichtsvereins, sondern auch eines der engagiertesten Mitglieder, das die Aufarbeitung der Großalmeröder Geschichte seit 40 Jahren mit vorangetrieben hat. Dafür wurde er nun zum Ehrenmitglied des Vereins ernannt. Das Glas- und Keramikmuseum sei so etwas wie Karl Krücks Kind, sagte Bürgermeister Andreas Nickel im Rahmen der Ehrung am Internationalen Museumstag. Denn Karl Krück hat seit der Gründungsversammlung des Vereins im Juli 1971 nicht nur den Ausbau des Museums, sondern auch die Suche nach Ausstellungsstücken entscheidend vorangetrieben. Seit der Gründung als 2. Vorsitzender tätig, war er von 1981 bis 1988 Vorsitzender des Vereins. Während dieser Zeit hat er nicht nur den Umbau der ehemaligen Brübachschule in das heutige Glas- und Keramikmuseum begleitet, sondern sogar mit seinem Privatvermögen gebürgt, um Ausgrabungen im Kaufunger Wald möglich zu machen. Außerdem hat er zwei Bücher zur Großalme- röder Geschichte veröffentlicht. Damit hat er selbst dazu beigetragen, das Museum zu einem „Paradestück für den Raum Großalmerode“ zu machen, wie er es heute selbst bewertet. Für all das dankte ihm der Geschichtsverein während der Ausstellungseröffnung „Industriekultur Großalmerode – 40 Jahre ihrer Aufarbeitung“, indem er dem heute 86- Jährigen als erstes seiner 90 Mitglieder zum Ehrenmitglied ernannte. Was der in Hausen geborene Karl Krück seit den 50 Jahren, die er in Großalmerode lebt, für den Verein getan hat, konnten auch die etwa 80 Ausstellungsbesucher am Sonntag zumindest erahnen. So war Karl Krück nicht nur auf einigen Fotos zu finden, die die Geschichte des Vereins dokumentierten, sondern ihm ist es auch mit zu verdanken, dass heute in Archiv des Museums überhaupt so viel Material über die Geschichte Großalmerodes existiert. (zsf)